Steigende Goldnachfrage von Seiten der Zentralbanken bei stagnierender Förderung – Julius Leineweber zu den Investmentchancen von Gold

Weltweit haben Zentralbanken zuletzt Goldkäufe in einem seit dem zweiten Weltkrieg nicht mehr dagewesenen Umfang getätigt. Globale geopolitische Sorgen sowie der starke US-Dollar haben die Wertschätzung für die Anlageklasse gefördert. Sowohl institutionelle Investoren als auch private Anleger erwarten von dem Asset im aktuellen Marktumfeld ähnliche Renditechancen wie von Aktien. Gleichzeitig beflügeln mögliche Versorgungsengpässe die Attraktivität der Sachwertanlage in Gold. Julius Leineweber erklärt den Hintergrund des aktuellen Nachfrageaufschwungs und die damit verbundenen Renditechancen für ein Goldinvestment.

Wachsende Staatsverschuldung macht Gold attraktiv

Der rasante Anstieg der weltweiten Staatsverschuldung, insbesondere des US-Staatsetats, hat aus Sicht von Julius Leineweber zum gestiegenen Käuferinteresse an Gold beigetragen. Denn das rekordnahe Verschuldungsniveau des US-Staatshaushaltes lässt andere risikoarme Anlageklassen wie Anleihen deutlich weniger attraktiv erscheinen. Und nicht nur Regierungen sind in hohem Maße verschuldet, auch Privathaushalte und Unternehmen tragen zu dem mittlerweile auf 244 Billionen Dollar angewachsenen absoluten Schuldenstand bei. Zahlen des Schuldenmonitors des Institute of International Finance in Washington zufolge kann das Wirtschaftswachstum diese zunehmende Verschuldung nicht ausgleichen. Vielmehr beträgt der weltweite Schuldenstand nunmehr 318 Prozent der Wirtschaftsleistung und könnte nach Einschätzung internationaler Wirtschaftsexperten das Inflationsrisiko potenzieren.

Julius Leineweber: Goldkäufe der Notenbanken stützen Goldpreis

In den vergangenen Jahren hatten sich die Goldreserven in den meisten Ländern rückläufig entwickelt. Doch jüngst hat die Nachfrage von Seiten der Notenbanken deutlichen Auftrieb erfahren. Zahlreiche Zentralbanken haben erstmals seit dem Ende des zweiten Weltkriegs wieder Gold gekauft und ihre Reserven aufgestockt. Nicht zuletzt diese gestiegene Kaufaktivität hat in der Einschätzung von Julius Leineweber den Goldpreis nachhaltig unterstützt. Aktuell wird Gold im Bereich von 1.150 Euro pro Feinunze gehandelt – ein Plus von rund 13 Prozent gegenüber dem Stand im September vergangenen Jahres.

Positive Preisaussichten angesichts des sich abzeichnenden Nachfrageüberhangs

Insbesondere in Zeiten expansiver Geldpolitik und der damit verbundenen Inflationsgefahr dient Gold den Anlegern als bewährtes Absicherungsinstrument. Der wertstabile Sachwert soll das Vermögen vor dem potenziellen Wertverlust von Papiergeld schützen. Neben seiner zunehmenden Bedeutung als Inflationsschutz sieht Julius Leineweber für Gold auch aufgrund der Versorgungslage deutliches Preispotenzial. Experten erwarten, was das Edelmetall angeht, bestenfalls gleichbleibende Produktionszahlen, während die Nachfrage voraussichtlich steigen wird. Wie bei allen anderen Waren bedeutet ein derartiger Nachfrageüberhang in der Regel steigende Preise für das betroffene Handelsgut – und attraktive Renditeaussichten für Anleger, die eine Position im entsprechenden Segment halten.

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